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Nordkanalregion

Gemeinsam Kirche für die Menschen nördlich des Kanals: Altenholz - Holtenau - Pries-Friedrichsort - Schilksee-Strande

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Altenholz

Wie?

29.09.2021 | In London wurden inmitten der Pandemie Tafeln aufgestellt, auf denen eine Frage stand: „Wie soll sich die Welt verändert haben, wenn all das vorbei ist?“

„Wie soll sich die Welt verändert haben, wenn all das vorbei ist?“

Wie würden wir diese Frage beantworten? Die Passanten konnten ihre Antworten auf die Tafeln schreiben. Eine Antwort war besonders berührend: „Ich möchte in einer Welt leben, in der ich gehört werde!“

Was hat diese junge Frau veranlasst, eine solche Aussage zu treffen? Gehört sie zu den vielen, die keinen Ort haben, wo sie sich zuhause fühlen? Bleiben ihre Bedürfnisse nach Zuwendung, Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Geborgenheit unbeantwortet? Fühlt sie sich unter Millionen wie ein einsames Treibholz auf offener See?

Leben fühlt sich schön und lebendig an, wenn es in Beziehung mit anderen Menschen vernetzt ist. Wenn mich niemand mehr grüßt, mir keiner ein Lächeln schenkt, wenn keine fragt „wie geht es dir?“, wenn niemand reagiert, obwohl ich traurig aussehe, wenn mich niemand mehr berührt…, dann bin ich bereits tot, auch wenn mein Herz noch schlägt.

„Ich möchte in einer Welt leben, in der ich gehört werde!“ Dieser Satz ist ein Aufschrei. Er beschreibt den Seelenzustand von Menschen, die sich nach spürbaren Beziehungen sehnen.

Das Evangelium erzählt viele Begegnungen, in denen Beziehungen aufgenommen werden. Menschen werden darin gesehen und gehört, berührt und beachtet. Sie heilen an Leib und Seele, indem sie achtsam in den Blick genommen werden.

Dirk Große, Pastor